Wenn die Planung funktioniert!

 

Die „Olympiades de Sciences de l’Ingénieur“ ist einer der größten Schülerwettbewerbe Frankreichs im Bereich Ingenieurwissenschaften. Jedes Jahr treten dort hunderte Teams an. Durch eine Kooperation mit dem FabLab Hamm e.V. können wie in den letzten Jahren auch zwei deutsche Teams teilnehmen. Am Donnerstag, dem 19. Februar, fand dafür die deutsche Qualifikation an der Hochschule Hamm-Lippstadt statt. Sechs Teams verschiedener Schulen präsentierten ihre Projekte einer achtköpfigen Fachjury. Zwei davon konnten sich für das große Finale in Paris qualifizieren, bei dem sich Ende Mai rund 800 Teams messen werden.
Eines der beiden qualfizierten Team ist das vom Beisenkamp-Gymnasium!
Emily Peters, Julian Schelkmann, Matthias Sadowsky und Jannes Katterbach (alle Q1) sowie Erik Eismann (EF) traten mit ihrem „Project BlindSight“ an. Passend zum diesjährigen Oberthema „Ingenieurwissenschaften im Dienste der Kunst“ entwickelten sie eine Maschine, die einfache Bilder physisch darstellt, sodass man sie mit den Fingern ertasten kann. Ein Smiley, ein Haus, ein Symbol.
Technisch steckt dahinter ein ausgemusterter 3D-Drucker aus der FabLab-Werkstatt, den das Team komplett umgebaut hat. Statt Kunststoff zu drucken, dreht die Maschine jetzt Schrauben unterschiedlich weit aus einer Platte heraus. So entsteht Schraube für Schraube ein fühlbares Relief. Welche Schraube wie weit rausgedreht wird, berechnet ein selbst geschriebenes Programm aus einer Bilddatei. Über 100 Stunden Arbeit hat das Team in das Projekt gesteckt, alles davon in der Freizeit.
Beim Wettbewerb selbst lief der umgebaute Drucker live im Hintergrund, während das Team sein Projekt auf Englisch präsentierte, als Vorbereitung auf das Finale in Paris. Die zwei Jurys kam in zwei Runden vorbei, stellten Fragen und bewerteten. Am Ende konnte Project BlindSight definitv überzeugen.

 

 

Unter den kritischen Augen der Jury


Und fertig ist das Projekt noch lange nicht. Für die Zukunft planen die fünf unter anderem, LEDs in die Schraubenköpfe einzusetzen. So könnte die Platte Bilder nicht nur fühlbar, sondern auch sichtbar darstellen.
Gecoacht wurde das Team von Lars Hupe und von Sebastian Vierhaus, Geschäftsführer des FabLab Hamm-Westfalen, der unsere Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung begleitete und die Maschinen des FabLab zur Verfügung stellte.
Das Finale findet am 28. Mai 2026 in Paris statt.

Wir wünschen dem Team viel Erfolg.