Individuelle Förderung

Wir haben uns zur Aufgabe gesetzt, dass wir jedes Kind und jeden Jugendlichen bei der Entfaltung seiner individuellen Potenziale intensiv unterstützen möchten. Hierfür planen wir unseren Unterricht auf Basis des pädagogischen Prinzips der individuellen Förderung. Dieses bietet unterschiedliche Möglichkeiten an, jedem Kind und jedem Jugendlichen eine möglichst optimale Nutzung seiner individuellen Ressourcen in allen Bereichen des fachlichen und sozialen Lernens einzuräumen.

Begabtenförderung am Beisenkamp-Gymnasium

Ein besonderer Teil der individuellen Förderung ist die Begabtenförderung.

Beispielhaft seien an dieser Stelle verschiedene Angebote genannt, mit denen wir in der Vergangenheit gute Erfahrung gemacht haben. Wichtig ist, dass wir im Falle einer besonderen Begabung zunächst Gespräche mit allen Beteiligten führen, um eine passende Möglichkeit der Förderung zu finden. Auch nach Beginn der Fördermaßnahme stehen die Beteiligten im regelmäßigen Kontakt.

Angebote:

Klassen 5 bis 9

  • leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können in einzelnen Fächern am Unterricht der höheren Jahrgangsstufe teilnehmen („Drehtürmodell“).
  • Überspringen einer Klasse
  • Auch ein Überspringen einzelner Jahrgangsstufen ist möglich.

ab Klasse 9 und Oberstufe

  • Teilnahme an einem Schülerstudium an einer Universität oder Hochschule
  • Teilnahme an einem Programm der Deutschen Schülerakademie durch einen Schulvorschlag

Ein wesentlicher Baustein individueller Förderung sind kooperative Lernformen (u.a. Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Lerntempoduett, Placemat). Kooperative Lernformen bieten sich an, um die Interaktion und Kommunikation unter den Schülerinnen und Schülern zu fördern, Abstimmungsprozesse über Inhalt und Organisation herbeizuführen. Voraussetzungen sind positive Abhängigkeit voneinander, unterstützende Interaktion durch den/ die Mitschüler, individuelle und Gruppen-Verantwortlichkeit, partnerbezogene Kommunikation, Reflexion des Arbeitsprozesses und -produktes in Gruppen. So führen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht arbeitsteilig gestellte Gruppenarbeiten durch, indem sie erst einzeln ihre (Teil-)Aufgabe lösen, danach in Partnerarbeit die Ergebnisse der (Teil-)Aufgabe des Partners erfassen und schließlich beides als Ganzes der Klasse präsentieren.

Eine andere Möglichkeit individueller Förderung liegt in der (Binnen-) Differenzierung. So bekommen die Schüler und Schülerinnen unterschiedliches Material in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Dies können z.B. ein Textmaterial, ein Bild und ein Diagramm sein. Nach einer Einzelarbeitsphase kommt die Gruppe in den Austausch und muss eine weiterführende Aufgabe gemeinsam lösen. Außerdem können die Lernenden bei Problemen Hilfekärtchen hinzunehmen, um zur Lösung zu gelangen. Schnellere Lerner können zusätzlich vorbereitete Sprinteraufgaben bearbeiten. Diese individuell angepasste Vorgehensweise stärkt neben der Förderung der fachlichen Leistung auch das Gefühl der Selbstwirksamkeit der Kinder und Jugendlichen. Darüber hinaus können wir immer wieder feststellen, dass durch den Einsatz individueller Förderung eine sehr konzentrierte Arbeitsatmosphäre entsteht. Die soziale Beziehung zwischen den Kindern, aber auch zwischen uns als Lehrkräften und den Schülern und Schülerinnen, wird sehr gestärkt.

Äußere Differenzierungen bieten wir in einzelnen Fächern an als fachspezifische Förderstunden, z.B.in Mathematik oder als Lernzeit in Klasse 5 in den Fächern Englisch oder Französisch. Die Lernzeit wird als weitere Stunde im Stundenplan aufgeführt und von einem anderen Fachlehrer unterrichtet. Sie dient der fachlichen Wiederholung und Vertiefung.

Menü